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Glossar A-D

Diese Übersicht soll einen kleinen Überblick über die in der Computerwelt gebräuchlichen Begriffe geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Account
In einem Onlinedienst eine Einrichtung, die dazu dient, den Benutzer zu identifizieren und dessen Aktivitäten zum Zwecke der Abrechnung zu protokollieren. In diesem Zusammenhang wird »Account« (wörtlich übersetzt: »Konto«, »Guthaben«) auch als »Benutzerkonto« bezeichnet.
In lokalen Netzwerken und Mehrbenutzer-Betriebssystemen stellt der Account eine vergleichbare Einrichtung dar. Da die Benutzung jedoch in der Regel nicht mit Kosten verbunden ist, wird der Account dort zum Zwecke der Identifikation, Verwaltung und Sicherheit angelegt, nicht aber zur Abrechnung.
Administrator
Netzwerkadministrator: Der für den Betriebsablauf in einem Netzwerk verantwortliche Mitarbeiter. Die Pflichten eines Netzwerkadministrators können breit gefächert sein und umfassen u. a. folgende Aufgaben: die Installation neuer Workstations und anderer Geräte, das Aufnehmen und Löschen autorisierter Benutzer, die Archivierung von Dateien, die überwachung des Kennwortschutzes sowie andere Sicherheitsmaßnahmen, die Beobachtung der Nutzung gemeinsamer Ressourcen und die Behandlung von fehlerhafter Ausrüstung.
Adresse
Im Zusammenhang mit dem Arbeitsspeicher eine Zahl, die die Stelle im Speicher angibt, an der sich die entsprechenden Daten befinden oder an der Daten geschrieben werden sollen.
Im Bereich des Internets oder eines anderen Netzwerks ein Name oder ein abgekürzter Name, der eine bestimmte Site angibt.
In Verbindung mit E-Mail ein Code, der das Ziel für die E-Mail angibt.
Anonymous FTP
Wörtlich: »anonymes FTP«. Der Zugang zu einem entfernten Computersystem, für das der Anwender keinen Account besitzt, mit Hilfe des im Internet verbreiteten File Transfer Protocol (FTP). Anwender, die sich per Anonymous FTP Zugang verschaffen, haben auf dem entfernten Computersystem eingeschränkte Zugriffsrechte und können gewöhnlich nur Dateien aus einem öffentlichen Verzeichnis - oft mit »/pub« benannt (für »public«, »öffentlich«) - empfangen (Download) oder Dateien in dieses Verzeichnis stellen (Upload). Typischerweise lassen sich auch FTP-Befehle verwenden, um z. B. Dateien zu betrachten oder den Inhalt eines Verzeichnisses einzusehen. Um sich per Anonymous FTP an einem entfernten Computersystem anzumelden, setzt der Anwender ein FTP-Programm ein und verwendet im Allgemeinen als Anmeldenamen »anonymous« oder »ftp«. Als Kennwort muss üblicherweise die E-Mail-Adresse des Anwenders verwendet werden, obwohl es häufig möglich ist, das Kennwort zu überspringen oder eine falsche E-Mail-Adresse einzugeben. In bestimmten Fällen lautet das Kennwort jedoch »anonymous«. Viele FTP-Sites erlauben keine Zugriffe per Anonymous FTP, um die Sicherheit des Systems zu gewährleisten. Aber auch einige der Sites, die Anonymous FTP gestatten, erlauben aus Sicherheitsaspekten nur den Empfang von Dateien, nicht aber das Senden.
Siehe auch login.
ANSI
Abkürzung für »American National Standards Institute«. Unabhängiger, nicht profitorientierter Verband, der sich aus US-amerikanischen Unternehmens- und Industriegruppen zusammensetzt und 1918 zur Entwicklung von Handels- und Kommunikationsstandards gegründet wurde. ANSI ist die US-amerikanische Vertretung der ISO (International Standards Organization) und hat Empfehlungen für Programmiersprachen, so z. B. FORTRAN, C und COBOL, entwickelt.
Applet
Ein kleiner Codebestandteil, der über das Internet übertragen wird und auf dem Computer des Empfängers (also in der Regel auf dem lokalen Computer) ausgeführt wird. Der Ausdruck wird hauptsächlich in Bezug auf Programme verwendet, die in Form von Objekten zeilenweise in HTML-Dokumente eingebettet sind und über das World Wide Web abgerufen werden.
Archie
Abgeleitet aus »archive«, »Archiv«. Ein Internethilfsprogramm, das dazu dient, Dateien in öffentlichen Verzeichnissen zu finden, die per Anonymous FTP zugänglich sind. Archie funktioniert nach einem zentralistischen Prinzip: Der Archiehauptserver, der sich an der McGill-Universität in Montreal (Kanada) befindet, lädt in regelmäßigen Abständen Inhaltsverzeichnisse von am Archie-Projekt beteiligten FTP-Servern und generiert daraus eine Hauptliste. Die aktualisierte Hauptliste wird regelmäßig zu den einzelnen Archieservern übertragen und dient dort den Benutzern als Suchdatenbank. Durch den Erfolg des World Wide Web und seiner Suchmaschinen ist Archie obsolet geworden.
Siehe auch Anonymous FTP.
ASCII
Abkürzung für »American Standard Code for Information Interchange«, zu Deutsch »amerikanischer Standardcode zum Informationsaustausch«. Ein Codierungsschema, das jedem Zeichen aus einem Zeichensatz eine eindeutige Nummer zuordnet. Zur Codierung werden 7 oder 8 Bits verwendet, wodurch bis zu 256 Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen, Steuerzeichen und andere Symbole) dargestellt werden können. ASCII wurde 1968 mit der Intention entwickelt, Datenübertragungen zwischen divergierenden Hardware- und Softwaresystemen zu standardisieren. ASCII ist in den meisten Minicomputern und in allen Personal Computern eingebaut.
ATM
Abkürzung für »Asynchronous Transfer Mode«, zu Deutsch »asynchroner Übertragungsmodus«. Eine Netzwerktechnologie, mit der sich Daten, Sprache, Video und Frame-Relay-Daten in Echtzeit übertragen lassen. Die Daten, Frame-Relay-Daten eingeschlossen, werden dabei in Pakete - so genannte Zellen - aufgeteilt, die jeweils 53 Byte umfassen, 5 Byte davon für Routinginformation, 48 Byte für die eigentlichen Daten. Zellen werden zwischen allen Knoten mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 1,5 bis 622 Megabit pro Sekunde (Mbps) übertragen. ATM ist im Breitband-ISDN-Protokoll auf den Schichten definiert, die den Schichten 1 und 2 des ISO/OSI-Schichtenmodells entsprechen. ATM wird derzeit in lokalen Netzwerken verwendet, die sich aus Workstations und Personal Computern zusammensetzen. Es wird erwartet, dass die Technologie von den Telefongesellschaften übernommen wird, die dann in der Lage sein werden, ihren Kunden die Kosten abhängig von der übertragenen Datenmenge und nicht von der Verbindungszeit zu berechnen.
Siehe auch ISDN.
Attachment
Anlage bei einer E-Mail, die als Datei z.B. Daten von Texten, Bildern oder Videos enthalten kann.
Autorensystem
Eine Anwendung, mit der der Benutzer Dokumente für Schulungs- und ähnliche Zwecke erzeugen und formatieren kann. Insbesondere für Multimediaaufgaben konzipierte Autorensysteme setzen sich häufig aus mehreren Anwendungen zusammen, die unter der Regie eines einzelnen Rahmenprogramms arbeiten.
Backbone
Ein Netzwerk, das den hauptsächlichen Datenverkehr zwischen kleineren Netzwerken trägt. Die Backbones im Internet, Netzbetreiber wie die US-amerikanischen Gesellschaften Sprint und MCI eingeschlossen, sind in der Lage, Tausende von Kilometern mit Hilfe von Funkverbindungen (im Mikrowellenbereich) und Standleitungen zu überbrücken.
Als »Backbones« werden auch die kleineren Netzwerke (im Vergleich zum kompletten Internet) bezeichnet, die den Großteil der Paketvermittlung im Internet durchführen. Heute setzen sich diese kleineren Netzwerke aus den Netzwerken zusammen, die ursprünglich zur Bildung des Internets entwickelt wurden. Aber auch große Internet Service Provider wie T-Online betreiben eigene Backbones.
Des Weiteren werden die Leitungen, die den hauptsächlichen Datenverkehr in einem Netzwerk tragen, als »Backbone« bezeichnet. In einem lokalen Netzwerk übernimmt häufig der Netzwerkbus die Funktion des Backbones.
BBS
Abkürzung für »bulletin board system« (wörtlich übersetzt »Schwarzes-Brett-System«. Im Deutschen wird synonym zu »BBS« sehr häufig der Ausdruck »Mailbox« verwendet). Ein Computersystem, das mit einem oder mehreren Modems oder mit besonderen Netzwerkzugängen ausgerüstet ist und als Informations- und Nachrichtenübergabezentrale dient, in die sich die Benutzer einwählen können. Mailboxen konzentrieren sich häufig auf besondere Interessen - z. B. Sciencefiction, Kinofilme, das Betriebssystem Windows oder den Macintosh - und sind kostenlos zugänglich oder aber gebührenpflichtig, wobei bei gebührenpflichtigen Systemen oftmals zumindest bestimmte Dienste kostenlos angeboten werden. Benutzer wählen sich in eine Mailbox mit Hilfe ihres Modems ein und legen Nachrichten und Beiträge in bestimmten Bereichen (Foren) ab, in denen sich die Teilnehmer über diverse Themen unterhalten. Entfernt ist eine Mailbox mit einem schwarzen Brett vergleichbar (daher auch die Bezeichnung BBS), wie es z. B. an Schulen und Universitäten zu finden ist, und an das Notizzettel geheftet werden, um Informationen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Viele Mailboxen erlauben es den Benutzern, sich mit anderen Benutzern zu unterhalten (Online Chat), E-Mail zuzusenden sowie Dateien herunter- und hochzuladen, wobei häufig eine Softwarebibliothek mit Freeware und Shareware zur Verfügung steht. Einige Mailboxen bieten außerdem einen Internetzugang an. Viele Software- und Hardwarefirmen betreiben herstellereigene Mailboxen, über die sich ihre Kunden über Produkte informieren, technische Anwenderunterstützung in Anspruch nehmen sowie Softwareupgrades und -patches beziehen können.
»BBS« ist außerdem die Abkürzung für »be back soon«, zu Deutsch »Bin bald zurück«. Sie wird häufig in Internetdiskussionen als Grußformel von einem Teilnehmer verwendet, der sich auf diese Weise vorübergehend von der Runde verabschiedet.
Bookmark
Lesezeichen: In Netscape Navigator ein Link zu einem URL - typischerweise zu einer Webseite -, der in einer lokalen Datei gespeichert wird. Lesezeichen dienen dazu, das erneute Abrufen von URLs zu vereinfachen. Anstelle des - meist sehr langen - URL muss nur das entsprechende Lesezeichen aus einem Menü ausgewählt werden.
Siehe auch Favoritenordner, Hotlist.
bps
Abkürzung für »bits per second«, zu Deutsch »Bit pro Sekunde«. Ein Maß für die Geschwindigkeit, mit der ein Gerät - beispielsweise ein Modem - Daten übertragen kann. Die Einheit »bps« ist nicht zu verwechseln mit der Baudrate.
Breitband
Eigenschaft eines Kommunikationssystems, in dem das Übertragungsmedium (z. B. Kupferkabel oder Glasfaserkabel) gleichzeitig mehrere Nachrichten transportiert. Es stehen also mehrere Übertragungskanäle zur Verfügung. Jede Nachricht wird dabei mit Hilfe von Modems auf eine eigene Trägerfrequenz moduliert. Dieses Verfahren wird als »Frequenz-Multiplexverfahren« bezeichnet. Breitbandübertragungen werden in Weitbereichsnetzen eingesetzt.
Browser
Siehe Webbrowser.
button
Schaltfläche: Ein grafisches Element in einem Dialogfeld, das beim Aktivieren eine bestimmte Funktion auslöst. Um eine Schaltfläche zu aktivieren, wird mit der Maus auf sie geklickt. Wenn die Schaltfläche über den Focus verfügt (das Element, das die derzeitige Vorauswahl kennzeichnet), kann alternativ auch die Return-Taste (Eingabetaste) gedrückt werden.
Siehe auch Schaltfläche.
Cache
Ein spezielles Speichersubsystem, in dem häufig angeforderte Daten zum Zwecke einer hohen Zugriffsgeschwindigkeit zwischengespeichert (gepuffert) werden. Ein Speichercache nimmt die Inhalte häufig angesprochener RAM-Speicherzellen sowie die Adressen, an denen diese Daten gespeichert sind, auf. Wenn der Prozessor auf eine Adresse im Speicher referenziert (verweist), prüft der Cache, ob er diese Adresse enthält. Wenn dies zutrifft, werden die Daten aus dem Cache an den Prozessor übertragen, andernfalls findet ein regulärer Speicherzugriff statt. Ein Cache ist immer dann sinnvoll, wenn die RAM-Zugriffe im Vergleich zur Geschwindigkeit des Mikroprozessors langsamer ablaufen, da ein Cache schneller arbeitet als der RAM-Hauptspeicher.
cc
Abkürzung für »courtesy copy«, zu Deutsch »Durchschlag« oder »Kopie«. Eine Anweisung an ein E-Mail-Programm, eine Kopie einer Mail an eine weitere Person zu senden. Im Unterschied zum eigentlichen Empfänger der E-Mail, erhält der cc-Empfänger die Mail nur zur Information, muss also nicht unbedingt auf die Mail reagieren. Der cc-Empfänger erscheint im Kopf der Mail, so dass alle Empfänger der Mail darüber Kenntnis erhalten, dass dieser eine Kopie der Mail erhalten hat.
Siehe auch E-Mail.
Chat
Unterhaltung mit anderen Benutzern über den Computer. Die Unterhaltung läuft dabei in Echtzeit ab, also live. Geben Teilnehmer eine Textzeile ein und schließen die Eingabe mit der Eingabetaste ab, erscheint die Zeile wenige Augenblicke danach auf den Bildschirmen der anderen Teilnehmer, die dann entsprechend darauf antworten können. Die meisten Onlinedienste bieten eine Chatfunktion an. Im Internet ist IRC das gebräuchliche System.
Siehe auch IRC.
Client
Zu Deutsch: »Kunde«. In der objektorientierten Programmierung ein Mitglied einer Klasse (Gruppe), das die Dienste einer anderen Klasse benutzt, mit der es nicht verwandt ist.
»Client« bezeichnet außerdem einen Prozess, z. B. ein Programm oder einen Task, der einen von einem anderen Programm bereitgestellten Dienst anfordert - z. B. ein Textverarbeitungsprogramm, das eine Sortierroutine eines anderen Programms aufruft. Der Clientprozess kann den angeforderten Dienst nutzen, ohne dass ihm funktionelle Details über das andere Programm oder den Dienst bekannt sein müssen.
In einem lokalen Netzwerk und im Internet stellt ein Client einen Computer dar, der auf die von einem anderen Computer (dem sog. Server) bereitgestellten, gemeinsam genutzten Netzwerkressourcen zugreift.
Siehe auch Server.
Computerviren
Siehe Virus.
Courtesy Copy
Siehe cc.
Cyperspace
Von William Gibson in seinem Roman "The Newromancer" 1984 geprägte Bezeichnung für eine vollständig vernetzte Elektronikwelt.
Datenautobahn
Bezeichnung für das Internet und die dazugehörige allgemeine Infrastruktur. Dazu gehören private Netzwerke, Onlinedienste usw.
DBS
»Deutscher Bildungs-Server«. Server mit speziellen Verweisen auf bildungsrelevante Informationen (http://dbs.bbf.dipf.de/).
DFN
Deutsches Forschungs-Netz; der Verein zur Förderung des deutschen Forschungsnetzes e.V. (DFN-Verein) wurde 1984 vom Bundesforschungsminister gegründet und installierte das deutsche Wissenschaftsnetz (WiN).
Siehe auch WiN.
Domäne
Bei der Konstruktion und der Verwaltung einer Datenbank der Satz von gültigen Werten für ein gegebenes Attribut. Die Domäne des Attributs VORWAHL-NUMMER kann z. B. eine Liste aller gültigen dreistelligen Vorwahlnummern der Vereinigten Staaten sein.
Bei Windows NT Advanced Server beschreibt eine Domäne eine Sammlung von Computern, die eine zentrale Domänendatenbank und Sicherheitspolitik nutzen. Jede Domäne hat einen eindeutigen Namen.
»Domäne« stellt ferner einen Begriff aus dem Bereich der Internet- und Netzwerkterminologie dar. Sie gibt die höchste Untereinheit eines Domänennamens in einer Netzwerkadresse an und bezeichnet den Typ der Entität, der die Adresse gehört (z. B. .com für kommerzielle Benutzer oder .edu für Lehranstalten). Die Domäne kann auch den geografischen Standort der Adresse bezeichnen (z. B. .fr für Frankreich oder .de für Deutschland). Bei der Domäne handelt es sich um den letzten Bestandteil der Adresse (z. B. http://www.acm.org).
downloaden
In der Kommunikationstechnik die Übertragung einer Datenkopie von einem entfernten Computer auf den anfordernden Computer mittels eines Modems oder über ein Netzwerk.
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